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Hier stelle ich weitere Spuren des Westwalls sowie Einzelbauwerke im Westwall vor.

Reichsarbeitsdienst-Bunker in Stolberg

Auf dem Gelände eines ehemaligen RAD-Lagers befinden sich etwas versteckt zwei kleine Bunkeranlagen. Der Führer des Arbeitsgaus Köln, Generalarbeitsführer Schinnerer, wollte beweisen, dass der Reichsarbeitsdienst selbstständig kleinere Bunkeranlagen errichten konnte. Am 27. August 1938 besichtigte Adolf Hitler die Bunker auf einer Inspektionsreise entlang der Westgrenze.

Die Bunker weisen lediglich ca. 0,70 m Wand- und Deckenstärke auf und besitzen jeweils zwei Räume von ca. 2 x 1 m. Der Bunker 467 besitzt noch einen Flur. Die sonst für Westwallbauten typische Deckenkonstruktion, mit Blechen zwischen Doppel-T-Trägern, fehlt hier. Die beiden "Bünkerchen" sind das einzige Zeugnis selbsttätiger Bauaktivitäten des RAD an der Westgrenze. (GPS Koordinaten: Bunker 466 WGS84 UTM: 32 U, Ostwert 0302859, Nordwert 5628505; Bunker 467 WGS84 UTM: 32 U, Ostwert 0302918, Nordwert 5628504)

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Bunker 466

Bunker 466

Innenansicht

Bunker 467

Grundrisse

 

Die Bunker befinden sich in einem verwilderten Gelände in Stolberg Münsterbusch. Anfahrt am Besten über die Cockerillstraße von Stolberg oder Coels Straße von Aachen. An der Buschmühle (gleichnamige Straße) und "Industriepark" kann man parken und von dort in die Buschstraße gehen. Dort dem naturkundlichen Lehrpfad bis zur Tafel 12 folgen und ab da durch die Wiese den Hügel hinauf. In dem zerfurchten Gelände befinden sich die beiden Bunker. Über dem Eingang von Bunker 466 ist immer noch ein Hakenkreuz teilweise erhalten.

 

Wegsperre im Fuhrtsbachtal

In einem Seitental des Fuhrtsbachtals befindt sich zwischen den Walddistrikten 19 und 26 eine Wegsperre aus Betontetraedern. In den Beton sind Ringösen eingelassen, die vermutlich zum Transport und zum Spannen von Drahtseilen dienten, die noch in Resten daran befestigt sind.

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Bunker im Wehebachtal

Im Tal der weißen Wehe, befanden sich unterhalb von Germeter fünf Betonbauten des Westwalls. In diesem zentralen Abschnitt der Schlacht im Hürtgenwald fanden im Oktober 1944 die schwersten Kämpfe statt. Teile des 39. US Infantry der 9. US Infanteriedivision nehmen die Bunker Anfang Oktober 1944. Ein deutscher Gegenangriff am 7. Oktober 1944 bleibt etwa 1 km Flussabwärts im Abwehrfeuer liegen.

Heute sind die Bunker geschleift. Die Standorte kann man noch aufspüren. Lediglich vom Bunker 442/443, vermutlich ein Regelbautyp 10, sind noch Betonspuren erhalten. Etwa 750 m südlich des Bunkers sind im Hang beeindruckende Reste von Feldstellungen zu entdecken.

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Bunker 442/443

im Wehebachtal

Grundriss

Bunker 42 im Oleftal

Das Oleftal ist heute zu großen Teilen in der Oleftalsperre verschwunden. Die Talstraße war ein der Stoßrichtungen der Ardennenoffensive am 16. Dezember 1944. Etwas westlich des Brückenübergangs des Wegs nach Wahlerscheid waren im Pionierprogramm zwei Dreischartenstände der Grenzwacht errichtet wurden.

Der Bunker 42 ist gesprengt aber teilweise erhalten. Er entspricht dem Regelbautyp D-2. (GPS Koordinaten: WGS84 UTM: 32 U, Ostwert 0312317, Nordwert 5596215)

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Bunker 42

vom Weg aus

Bunker 42

vom Weg aus

Bunker 42

Innenansicht

Grundriss

Wasserbunker bei Jägerhaus

Von Lammersdorf kommend sich kämpfte das 39. US Infantry der 9. US Infanteriedivision entlang der Hauptstraße Richtung Jägerhaus vor, das am 26.September 1944 erreicht wurde. Dort fand man Anschluss an das 60. Infantry, das aus Richtung Gieschbachtal das Jägerhaus erreichte. 

Südwestlich von Jägerhaus liegt in der Nähe des Parkplatz Langschoß ein Wasserbunker. Der 17,4 x 16,95 Meter große Bunker ist noch sehr gut erhalten. Eine Betontreppe führt in den Bunkerhof, der mit einer unappetitlichen Schlammschicht bedeckt ist. Im Inneren befindet sich der Vorraum, von dem aus Steigeisen zu den drei jeweils etwa 75 Kubikmeter großen Wasserbassins führen. Der Bunker versorgte etwa 4.000 Mann mit Wasser. (GPS Koordinaten: WGS84 UTM: 32 U, Ostwert 0308301, Nordwert 5615594)

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Wasserbunker bei Jägerhaus

Blick in den Hof

Wasserbunker bei Jägerhaus

Blick in den Vorraum

Einmannbunker an der Kalltalsperre

Vom Forsthaus Jägerhaus an der Reichsstraße 399 (heute B399) dringen die Amerikaner langsam Richtung Kalltalsperre vor, die sie am 30. September 1944 erreichten. Die südliche Seite der Talsperre wird in der folgenden Nacht durch einen deutschen Gegenstoß zurück erobert. Mehrere Tage liegen die Amerikaner auf der nördlichen Talsperrenseite, die Deutschen auf der südlichen. Anfang Oktober ist die leergelaufene Talsperre, dann in amerikanischer Hand.

Der Einmannbunker stand ursprünglich am Kaiserfelsen auf der Südseite der Kalltalsperre und zeigt deutliche Einschussspuren. Bei Bauarbeiten an der Talsperre wurde der Beobachtungsbunker entfernt und 2005 am nördlichen Ende des Staudamms wieder aufgestellt. Die Öffnungen sind mit Plexiglasplatten verschlossen.

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Einmannbunker

an der Kalltalsperre

Einmannbunker

an der Kalltalsperre

Bunker bei Simonskall

Auf einer Wiese an der K 36 zwischen Kallbrück und Simonskall steht ein kleiner Betonbau. Mit nur 20 cm dicken Wänden, kann man kaum von einem Bunker sprechen. Militärisch wird er wohl keine planmäßige Bedeutung gehabt haben. Auf der Wiese war zur Zeit des Westwallbaus ein Reichsarbeitsdienstlager. Der Bunker stammt aus dieser Zeit. Während der Hürtgenwaldschlacht verlief die Front lange Zeit in der Nähe durch das Kalltal,  so dass der Bunker sicherlich einmal als Deckung genutzt wurde. Einige Einschussspuren deuten darauf.

Die genaue Funktion des Bunkers ist heute nicht mehr klar. Er besteht nur aus einem Raum und hat ein quadratisches Loch in der Decke. Ähnliche Bauten finden sich immer wieder in der Nähe von RAD-Lagern. (GPS Koordinaten: WGS84 UTM: 32 U, Ostwert 0312494, Nordwert 5615427)

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Betonbau bei Simonskall

Innenansicht

 

wird fortgesetzt...

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