Eifelyeti

Auf Forderung der Reichsleitung der NSDAP wurden 1939 zum Schutz der NS Ordensburg Vogelsang die Nahsicherung Vogelsang mit 16 Bunkern erbaut.  Die Bunkeranlagen waren bis 2006 nicht zugänglich, da sie im Bereich des Truppenübungsplatzes Vogelsang lagen. Alle Anlagen sind gesprengt. Westlich der Bunkerkette liegt eine Batteriestellung der Luftverteidigungszone (LVZ) West. Alle Anlagen liegen innerhalb des Bereichs des Nationalparks Eifel.

Am 3. Februar 1945 lagen die 62. und 272. Volksgrenadierdivision rund um Wollseifen in Stellung, konnten aber dem amerikanischen Angriff nicht mehr viel entgegen setzen. Die Nachschubstraße nach Herhahn  war von den Amerikanern abgeriegelt wurde. Am 4. Februar 1945 fiel Wollseifen, die Burg Vogelsang und die Urftstaumauer an das 47. Infantry der 9. US Infanteriedivision. 

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Lageplan

Der Bunker 12 ist eine MG-Schartenstand mit MG-Kasematte. Es ist ein Regelbautyp 108 und war mit zwölf Mann besetzt. Der Bunker ist gesprengt und wurde auch nach dem Krieg für militärische Übungen verwendet. Auf der Ruine ist ein Jägerhochsitz errichtet. Der Bunker liegt nahe des Wegs nach Wollseifen. (GPS Koordinaten UTM: 32 U, Ostwert 0317861, Nordwert 5605513) 

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Bunker 12

Blick auf das 

Trümmerfeld

Bunker 12

Blick auf die 

Flankierungsanlage

Bunker 12

Reste der Elektrik

Grundriss

 

Der Bunker 14 ist ein Pak-Unterstellraum vermutlich ein Regelbautyp 130. Der Bunker ist gesprengt - die Bunkerdecke ist herabgestürzt und hat die Bunkerräume verschlossen. Der Bunker diente vermutlich zur Sicherung der Straße zwischen der B 266 und Wollseifen. In unmittelbarer Nähe liegen südlich die Trümmer der Doppel-MG-Kasematte 15. (GPS Koordinaten UTM: 32 U, Ostwert 0317886, Nordwert 5605284) 

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Bunker 14

Blick auf das 

Trümmerfeld

Bunker 14

Blick auf das 

Trümmerfeld 

von der Hofseite

Grundriss

Etwas östlich der Höhe 517,0 (GPS Koordinaten UTM: 32 U, Ostwert 0316267, Nordwert 5606834) liegt die Batteriestellung Vogelsang der LVZ West. Von Wollseifen aus kommend passiert man auch die Reste der Doppel-MG-Kasematte 5. Die Kasematte ein Regelbautyp 107a ist stark angesprengt. Einzelne Räume sind kaum erkennbar. Insgesamt ist Lage und Größe der Anlage imposant.

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Bunker 5

Blick auf das 

Trümmerfeld

Bunker 5

Blick in das Innere

Grundriss

Die Wanderung über die Dreiborner Hochfläche auf der die Anlagen liegen kann man sehr gut vom Parkplatz an der Zufahrt nach Vogelsang an der B 266 starten. Von dort aus kann man den Wegen nach Wollseifen und weiter zur Höhe 517 folgen. Ein Abstecher durch das verlassene Wollseifen und zur Burg Vogelsang lohnt allemal.

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Quelle und Copyright der Bunkergrundrisse: Der Westwall zwischen Niederrhein und Schnee-Eifel, Manfred Groß, Rheinland-Verlag,  Rheinisches Landesmuseum Bonn 1982