Eifelyeti

Westlich Simmerath verläuft die erste Linie des Westwalls, die Vorstellung Aachen. Am 14.9.1944 stößt das 39. Infantry der 9. US Infanteriedivision bis Simmerath vor und besetzt Lammersdorf. Simmerath wird am 29.9.1944 erreicht. Die Amerikaner ziehen sich aber wieder zurück. Simmerath wird von der 272. Volksgrenadierdivision besetzt. Das Gebiet westlich und südlich Simmerath bleibt lange Zeit Niemandsland mit stützpunktartig besetzten Bunkern. Erst Mitte Dezember 1944 erkennen die Amerikaner, dass Simmerath der Schlüssel zum Erreichen der Rurtalsperren ist und verstärken ihre Angriffe auf Simmerath. Im Bereich der Höckerlinie und der Bunker an der Straßenkreuzung "Am Gericht" dauern die Kämpfe noch bis zum 30.1.1945.

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Lageplan

Von den rund 30 Bunkern westlich und südlich Simmerath sind meist nur noch übererdete Trümmer übrig, die überall in den Wiesen zu sehen sind. Im Vorfeld der Panzersperre ist noch ein Bunker aus dem Pionierprogramm teilweise erhalten. Es handelt sich um einen Sechsschartenstand der Grenzwacht. Der Bunker mit der Nummer 10 entspricht dem Regelbautyp C-4. Schon kurz nach seiner Errichtung 1938 forderten die Verantwortlichen die Beseitigung der Anlage im Vorfeld der eigentlichen Stellungen, da sie dem Feind als Anklammerungspunkt dienen könne.

Der Bunker liegt südlich des Wanderweg 3 noch vor der Höckerlinie. Die Schartenkuppel und die Tür des Bunkers fehlen. Im Bereitschaftsraum steht Wasser. (GPS Koordinaten UTM: 32 U, Ostwert 0307266, Nordwert 5609472) 

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Bunker 10

Hofseite

Bunker 10

Blick in den Kampfraum

Bunker 10

Blick in den Bereitschaftsraum

Grundriss

 

Sehr interessant ist der Abschnitt Simmerath durch die über große Strecken erhaltnen Kampfwagenhindernisse. Das fünfzügige Betonhindernis des Bautyps 1939 zieht sich westlich von Simmerath von Nord nach Süd. Von der Verlängerung der Kranzbruchstraße im Gewerbegebiet kann man auf den Wanderwegen 3 und 20 auf dem ersten Längsfundament etwa 1 km auf der Panzersperre deren Verlauf durch ein sumpfiges Gebiet folgen. Früher war der Weg als Westwallwanderweg gekennzeichnet.

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Westwallwanderweg

Höckerlinie Freundseite

Höcker auf dem Querfundament

Skizze

Im Gewerbegebiet Kranzbruchstraße kann man gut parken. Von der B399 im Kreisverkehr am südlichen Ortsausgang Richtung BGE abbiegen. Von dort dem Wanderweg 3 südlich bis zur Höckerlinie folgen, dann dem Verlauf der Höckerlinie folgen. Wo der Wanderweg das Betonhindernis wieder verlässt dem Wanderwegen 3 und 20 etwa 500 m westwärts folgen, dort sieht man in der Wiese von einigen Birken umstanden den Bunker 10.

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Quelle und Copyright der Bunkergrundrisse: Der Westwall zwischen Niederrhein und Schnee-Eifel, Manfred Groß, Rheinland-Verlag,  Rheinisches Landesmuseum Bonn 1982