Eifelyeti

Der Bereich Ochsenkopf-Peterberg gehört zu den am längsten umkämpften Bereichen der ganzen Nordeifel. Die Kämpfe in diesem Bereich begannen am 4. Oktober 1944 mit dem Angriff des 60. Infantry der 9. US Infanteriedivision und endeten erst am 11. Januar 1945 mit der Einnahme des Bunkers P2, an der Landstraße nach Kallbrück.

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Lageplan

Der Bunker P1 liegt nördlich des Peterberg direkt an der Straße B399. Es ist ein Pakbunker des Regelbautyps 20. Der Bunker wurde betreits am 14. Oktober 1944 von den Amerikanern genommen. Zuletzt war er als deutscher Behelfsverbandplatz genutzt. 47 deutsche Verwundete, überwiegend der 275. Infanteriedivision, gingen hier in Gefangenschaft. Heute ist der Bunker stark zerstört und im Sommer fast völlig überwuchert. (GPS Koordinaten UTM: 32 U, Ostwert 0310528, Nordwert 5616683)

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Bunker P1

Blick in den PAK-Raum

Bunker P1

Ansicht von der Straßenseite

 

Grundriss

 

Der Bunker 105 ist ein Doppel-MG-Schartenstand  des Regelbautyp 26. Der Bunker ist gesprengt, aber teilweise begehbar. Da viele Trümmer herumliegen und auch viel Armierungseisen herausstehen, muss man sehr vorsichtig sein. (GPS Koordinaten UTM: 32 U, Ostwert 0310805, Nordwert 5616381)

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Bunker 105

Blick auf die 

beiden Kampfräume

Bunker 105

Blick in den 

Bereitschaftsraum

Bunker 105

Hofseite

Grundriss

Der Bunker 107 ist ein Gruppenunterstand mit angehängtem Kampfraum. Er entspricht dem Regelbautyp 10. Der Bunker ist gesprent. Der Gruppenraum ist begehbar, aber mit sehr viel Trümmern gefüllt. Der Kampfraum ist zerstört. Der Bunker wurde besonders am 14./15. Oktober 1944 umkämpft. (GPS Koordinaten UTM: 32 U, Ostwert 0311044, Nordwert 5615973)

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Bunker 107

von der Hofseite

Bunker 107

Blick auf den Kampfraum

Grundriss

Der Bunker 118 ist vermutlich ein MG-Schartenstand des Regelbautyps 23. Der Bunker liegt in einem steil abfallenden Hang ins Kalltal. Die MG-Schartenplatte zeigt ins Kalltal. Auf dem Bunkerdach ist noch das Geländer. Der Eingang ist völlig verschüttet, die einzige Öffnung zum Bunker ist ein kleiner Spalt auf der Nordseite. (GPS Koordinaten UTM: 32 U, Ostwert 0311607, Nordwert 5615421)

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Bunker 118

Eingangsbereich

Bunker 118

Bunkerdecke mit Absturzsicherung

Bunker 118

Seite zum Steilhang

Grundriss

Neben den Bunkern sind noch zahlreiche weitere Spuren der Kämpfe allgegenwärtig. Die Fundstellen jahrzehntelang vermisster Soldaten sind heute durch Gedenksteine und Steinpyramiden gekennzeichnet. Überall im Wald trifft man auf Laufgräben, Stellungen und Mannlöcher. 

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Gedenkstein für 

Robert Cahow

"Grab" an der Fundstelle 

von Robert Cahow

Gedenkstein für 

Francis Dempfle

Richard Quick

und einen unbekannten 

deutschen Soldaten

Laufgräben und 

Stellungslöcher im 

Bereich 

Ochsenkopf-Peterberg

Im Bereich Ochsenkopf-Peterberg waren insgesamt 27 Bunker. Von den meisten kann man noch den Standort finden. Das enge Zusammentreffen der Bunkerstandorte mit sehr gut erhaltenenen Laufgräben und Stellungslöchern machen das Ochsenkopfgebiet besonders reizvoll für die Spurensuche.

Am besten erkundet man das Gebiet von Parkplatz Ochsenkopf aus. Er liegt an der Stelle an der einmal der Bunker 115 gelegen hat. Von der B399 zweigt man Richtung Rollesbroich auf die L160 ab, nach ca. 250m liegt der Parkplatz auf der linken Seite.

Die Bunker, Laufgräben und Schützenlöcher erkundet man am Besten von Wanderweg 8 aus. Leider sind alle Bunker in diesem Bereich gesprengt und teilweise nur noch in Fragmenten vorhanden.

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Quelle und Copyright der Bunkergrundrisse: Der Westwall zwischen Niederrhein und Schnee-Eifel, Manfred Groß, Rheinland-Verlag,  Rheinisches Landesmuseum Bonn 1982