Eifelyeti

Parallel zum Westwall entstand ab März 1939 hinter den Westwalllinien die Luftverteidigungszone West LVZ-West. Sie hatte die Aufgabe einfliegende feindliche Flugzeuge zu behindern. Es wurden im Rheinland zwischen 55 und 60 Batteriestellungen für schwere Flak vom Kaliber 8,8 cm errichtet. 

Die Batteriestellungen bestanden in der Regel aus vier oder fünf offenen Geschützstellungen, dem Stand für das Kommandogerät, Mannschaftsbunkern (F-Stände) vom Regelbautyp F, Munitionsbunkern (M-Stände) vom Regelbautyp M, dem Batterieführungs- und Beobachtungsstand vom Regelbautyp Pz und einem MG-Schartenstand vom Regelbautyp B. Mehrere Batteriestellungen wurden von einem Kommandobunker (K-Stand) vom Regelbautyp K geleitet. Zusätzlich waren Batteriebeständelager mit Lager und Verwaltungsbauten, in denen die Geschütze in Friedenszeiten stehen sollten, Wasser- und Pumpenbunker, Munitionsdepots angelegt wurden.

Nicht alle Batteriestellungen hatten Vollausbau. Teilweise waren die Mannschaften in Holzbaracken untergebracht. Auch fehlten oft betonierte Feuerstellungen oder andere Betonbauwerke.

Batteriestellung der Luftverteidigungszone West Kleinhau

Zwischen den Ortschaften Großhau und Kleinhau lag östlich der Höhe 401,4, wo sich heute ein Fernmeldeeinrichtung der Bundeswehr befindet, eine voll ausgebaute Flakstellung der LVZ West. Die Stellung verfügte über einen Unterstand für die Batterieführung, der heute als Trümmerhügel neben der Einfahrt der Bundeswehreinrichtung liegt, fünf Feuerstellungen, Mannschafts- und Munitionsbunker.

Größere Reste sind leider nur noch von einem Munitionsbunker gegenüber Haus Heidbüchel, der heute als Lagerraum für Baumaterial genutzt wird (GPS Koordinaten: WGS84 UTM: 32 U, Ostwert 0316531, Nordwert 5623530) und einem Munitionsbunker an der Straße zwischen Kleinhau und Schafberg erhalten (GPS Koordinaten: WGS84 UTM: 32 U, Ostwert 0316842, Nordwert 5622975).

Etwa südlich der Stellung im Wald trifft man noch auf einen Bunker, der als Pumpstation die Wasserversorgung der Stellung sicher stellte (GPS Koordinaten: WGS84 UTM: 32 U, Ostwert 0316893, Nordwert 5622722). Dieser Bunker ist mit Bruchsteinen verblendet. Im Inneren ist ein Sockel auf dem vermutlich die Pumpe montiert war. Der Wanderweg 1 führt über diesen Bunker.

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Bunkerreste der LVZ 

bei Kleinhau

vermutlich Munitionsbunker

Bunkerreste der LVZ 

bei Kleinhau

vermutlich Munitionsbunker

Munitionsbunker der LVZ 

bei Kleinhau

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Munitionsbunker der LVZ 

bei Kleinhau

Innenansicht

Pumpenbunker der LVZ 

bei Kleinhau

Pumpenbunker der LVZ 

bei Kleinhau

Innenansicht


Batteriestellung der Luftverteidigungszone West Vogelsang

Etwas östlich der Höhe 517,0 (GPS Koordinaten WGS84, UTM: 32 U, Ostwert 0316267, Nordwert 5606834) liegt die Batteriestellung Vogelsang der LVZ West. Die LVZ Stellung hatte Vollausbau, d.h. alle Bauwerke wie Geschützstellungen, Munitions- und Mannschaftsbunker waren in Beton ausgeführt. Neben den Hauptstellungen gab es noch eine abgesetzte Feuerstellung etwa 500 m südöstlich. Insgesamt gab es sechs Geschützstände, einen Stand für das Kommandogerät, drei Munitionsbunker, fünf Gruppenunterstände, und je einen MG-Schartenstand, Gefechtsstand und Unterstand für die Batterieführung. Die 16 Bauwerke sind alle gesprengt und teilweise geschleift. Die Zuordnung zu den einzelnen Bautypen ist nicht mehr eindeutig möglich. Die meisten Bauwerke findet man aber noch im Gelände.

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LVZ Stellung

Geschützstand

LVZ Stellung

Geschützstand

LVZ Stellung

Gruppenunterstand

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LVZ Stellung

Stand für das

Kommandogerät

LVZ Stellung

Stand für das

Kommandogerät

LVZ Stellung

Munitionsraum

 

Batteriestellung der Luftverteidigungszone West Ginnick

In der Gemeinde Vettweiß befindet sich zwischen den Ortschaften Froitzheim und Ginnick auf dem Ginnicker Berg eine voll ausgebaute LVZ Stellung. Leider sind alle Bunker und Geschützstellungen geschleift wurden. Einzige Ausnahme ist der etwas nach Südost vorgeschobene MG Bunker, der die Stellung sichern sollte. Die Stellung wurde am 1. März 1945 von der 9. US Infanterie Division eingenommen.

Der Bunker ist gut erhalten, aber nicht zugänglich. Er befindet sich in Privatbesitz und ist verschlossen - Außenbesichtigung ist möglich. In der Nähe des Bunkers sind noch Schützengräben erkennbar. Von der L 211 biegt man Richtung Wasserturm/Sportplatz ab. Dort kann man auch parken. (GPS Koordinaten: WGS84 UTM: 32 U, Ostwert 0328060, Nordwert 5619703)

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Bunker der LVZ bei Ginnick

MG Scharte durch 

Blechläden verschlossen

MG Bunker der LVZ bei Ginnick

Eingang mit Flankierungsanlage

Grundriss

 

Kommandostand der Luftverteidigungszone West Frauwüllesheim-Isweiler

In einem Wiesengrundstück südlich des Dörfchens Isweiler befindet sich ein gut erhaltenerer Kommandostand (K-Stand) der Luftverteidigungszone West (LVZ). Der Bunker ist komplett unterirdisch angelegt. Es ist der letzte erhaltene K-Stand in NRW. Durch seine Nutzung als Archiv der Gemeinde Nörvenich blieb das Bauwerk erhalten, wurde aber in vielen Bereichen umgebaut.

Heute kümmert sich die Arbeitsgemeinschaft Luftkriegsgeschichte Rhein/Mosel e.V. um den Bunker. Das Gelände um den Bunker ist eingezäunt und ebenso wie der Bunker nicht zugänglich. Lediglich zum Tag des offenen Denkmals wird der Bunker der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. (GPS Koordinaten: WGS84 UTM: 32 U, Ostwert 0329811, Nordwert 5628646).

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Bunker der LVZ bei Isweiler

Eingangsbereich

Bunker der LVZ bei Isweiler

Flur vor den Boxen

Grundriss

 

Batteriestellung der Luftverteidigungszone West bei Kirspenich

Auf dem Watzenberg zwischen Bad Münstereifel-Kirspenich und Euskirchen-Kirchheim befand sich eine beschränkt ausgebaute Batteriestellung der LVZ West. Von den Geschützständen ist nur noch die abgesetzte Stellung erhalten. Sie liegt in einer Ödlandparzelle westlich des Watzenberg und südlich der L 11 zwischen Kirspenich und Kirchheim.

Der Geschützstand ist sehr gut erhalten und verfügt über fünf Munitionsnischen. Unmittelbar südöstlich des Geschützstandes befindet sich eine teilweise übererdete Baracke. Sie diente der Geschützmannschaft als Unterkunft. Das ursprüngliche Sparrendach wurde nach dem Krieg durch eine Betondecke ersetzt. (GPS Koordinaten: WGS84 UTM: 32 U, Ostwert 0345504, Nordwert 5607747).

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Geschützstand der LVZ bei 

Kirspenich

Geschützstand der LVZ bei 

Kirspenich

Baracke für die Bedienmannschaft

 

wird fortgesetzt...

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