Eifelyeti

Während Lammersdorf im Verlauf des ersten amerikanischen Vormarschs am 14.9.1944 vom I/39. Infantry der 9. US Infanteriedivision fast widerstandslos genommen wird, wird die Paustenbacher Höhe südlich davon erbittert verteidigt. Dort hatte sich das Regiment 1055 der 89. Infanteriedivision in rund 10 Bunkern und zahlreichen feldmäßigen Stellungen rund um das Eifelkreuz auf Höhe 544 festgesetzt und leistete erbitterten Widerstand. Erst am 29.9.1944 konnte die Höhe mit Hilfe von Schaufelpanzern, die die Bunker einfach zuschoben genommen werde.

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Lageplan

Östlich von Lammersdorf verläuft die Höckerlinie durch offenes Gelände. Als Besonderheit existieren hier noch Reste einer Drehschrankensperre, die die Durchfahrt durch die Betonhindernisse bei Bedarf versperren sollte. Von den ursprünglich drei Holmen der Sperre ist nur noch einer erhalten. Trotzdem ist diese Anlage die letzte  erhaltene Schrankensperre im gesamten Westwall. (GPS Koordinaten WGS84 UTM: 32 U, Ostwert 0307192, Nordwert 5613674)

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Drehschrankensperre

Halterung für den Schlagbaum

 

Der Bunker 160 liegt in der Nähe der alten Kläranlage. Es ist ein Regelbautyp 96, ein Stand mit Sechsschartenkuppel. Von diesem Typ wurden nur 17 Bunker errichtet. Dieser ist gesprengt und die Kuppel fehlt. Leider ist der Bunker innen stark zerstört und vermüllt. Eine Begehung ist schwierig. (GPS Koordinaten WGS84 UTM: 32 U, Ostwert 0307821, Nordwert 5613295)

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Bunker 160

Blick auf 

den Eingang

Bunker 160

hier war die

Sechschartenkuppel

Bunker 160

Blick in den Innenraum

Grundriss

Südlich von Lammersdorf liegt oberhalb der B399 in einem kleinen Waldstück eine Pak-Garage der Grenzwacht mit der Nummer 4. Von dieser mit nur 30 cm Wand- und Deckenstärke schwächsten Ausbaustufe wurde 18 Stück gebaut. Sie diente zum Unterstellen einer 3,7 cm Pak, die im Verteidigungsfall aus der Garage in die offene Feuerstellung gebracht wurde. Irgendwann ist in diese Pak-Garage ein Tresor eingebaut worden, dessen Bestimmung nicht bekannt ist. (GPS Koordinaten WGS84 UTM: 32 U, Ostwert 0308415, Nordwert 5611593)

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Pak-Garage

Außenansicht

Pak-Garage

Innenraum mit  Tresor

Grundriss

Ganz in der Nähe der Pak-Garage befindet sich noch ein gesprengter Bunker aus dem Aachen-Saar Programm. Vermutlich handelt es sich um den Bunker 223a, einen Doppelgruppenunterstand des Regelbautyps 102d. Durch die Sprengung wurde die 2 m starke Betondecke abgesprengt und um 180° gedreht, so dass die Innenseite der Decke heute nach außen zeigt. Entsprechend groß sind die Zerstörungen im Inneren. (GPS Koordinaten WGS84 UTM: 32 U, Ostwert 0308492, Nordwert 5611598) Im Wald in der Nähe des Bunkers sind gut erhaltene Laufgräben und Feldstellungen. Von hier war die Paustenbacher Höhe einsehbar.

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Bunker 223a

gedrehte Betondecke

Bunker 223a

Blick ins Innere

Grundriss

Zwischen Lammersdorf und Paustenbach stößt man immer wieder auf die Höckerlinie. Das fünfzügige Betonhöckerhindernis des Bautyps 1939 durchzieht die gesamte Landschaft zwischen der Waldsiedlung Lammersdorf und Paustenbach, dort schließt sich der Abschnitt Simmerath an. Teilweise sind die Drahthalter des Hindernisses noch gut erhalten. Dort, wo sie entfernt wurden erfüllen sie meist in der Nähe rund um die Weiden ihren Zweck.

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Höckerlinie nahe der

Paustenbacher Höhe

Höckerlinie westlich

des Sportplatzes

Lammersdorf

Höckerlinie 

bei Lammersdorf

Grundriss

Von den nahezu 50 Bunkern im Bereich Lammersdorf-Paustenbach ist heute nicht mehr viel zu sehen. Die meisten sind gesprengt und übererdet. Besonders rund um die Paustenbacher Höhe fallen immer wieder Hügel in den Wiesen auf, die einen Bunkerstandort markieren. Die hervorragend erhaltenen Höckerlinienabschnitte sind allein schon den Marsch wert.

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Stein am Eifelkreuz auf der Paustenbacher Höhe

Am besten erkundet man das Gebiet von Lammersdorf aus. Parken kann man ganz gut am Sportplatz oder an der Grillhütte in der Nähe, neben der ebenfalls ein übererdeter Bunker liegt.

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Quelle und Copyright der Bunkergrundrisse: Der Westwall zwischen Niederrhein und Schnee-Eifel, Manfred Groß, Rheinland-Verlag,  Rheinisches Landesmuseum Bonn 1982