Eifelyeti

Der Kermeter ist ein steil aufragender Bergrücken zwischen dem Rurtal und dem Urfttal. Durch den Kermeter verläuft der Stollen, der das Wasserkraftwerk in Heimbach versorgt. Erst im Verlauf der Schlacht im Hürtgenwald wird die strategische Bedeutung der Talsperren für die Amerikaner klar. Am 9. Februar 1945 gelingt es Soldaten des 303. US Pionier-Bataillions den Staudamm Schwammenauel zu erreichen. Kurz vorher wurden die Grundablassrohre und die Druckrohrleitung des Kermeter-Stollens durch ein deutsches Sprengkommando gesprengt und somit das Rurtal überflutet. Dies verzögerte die Operation "Grenade", den Übergang über die Rur und den Vorstoß auf den Rhein, um 14 Tage bis zum 23. Februar 1945.

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Lageplan

Der Bunker 309 ist ein Doppel-MG-Schartenstand des Regelbautyps 26 aus dem Limesprogramm. Der Bunker liegt unterhalb des Spiel- und Rastplatzes direkt am Staudamm Paulushof.  Von der Bunkerdecke gibt es einen wunderschönen Blick über die Seenlandschaft. Der Bunker ist im Inneren stark zerstört und vermüllt. Der Zugang ist nur durch ein Loch in der Seite möglich. (GPS Koordinaten UTM: 32 U, Ostwert 0315415, Nordwert 5609335) 

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Bunker 309

Blick von der 

Bunkerdecke 

auf den Urftsee

Bunker 309

Blick ins den 

zerstörten Innenraum

 

Grundriss

 

Der Bunker 302 ist stark zerstört. Vermutlich handelt es sich um einen Regelbautyp 10 mit angehängten Kampfraum. Der Kampfraum ist auf Grund der Geländegegebenheiten stark noch oben versetzt angebaut. Vom Bunker hat man einen schönen Blick auf den Rursee, der vor der Staumauererhöhung im Jahr 1959 um 16 m tiefer lag. (GPS Koordinaten UTM: 32 U, Ostwert 0315806, Nordwert 5610687) 

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Bunker 302

Blick auf den 

Kampfraum

Bunker 302

Blick vom zerstörten 

Bunker auf den Kampfraum

Bunker 302

Blick auf die 

Flankierungsanlage

Grundriss

Der Bunker 361 hängt im Steilhang oberhalb des Urftsees. Es handelt sich um eine Sonderkonstruktion eines Gruppenunterstands aus dem Limes-Programm mit Kampfstand. Direkt neben dem Eingang ist eine Gewehrscharte. Der Bunker ist gesprengt aber teilweise begehbar. (GPS Koordinaten UTM: 32 U, Ostwert 0317833, Nordwert 5609301)

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Bunker 361

Eingangsbereich

Bunker 361

Blick in den Gruppenraum

Bunker 361

Blick von außen 

auf den Kampfraum

Grundriss

Der Bunker 399 befindet sich wenige Meter oberhalb des Hauptwegs zwischen Rurberg und der Urfttalsperre. Es ist eine Sonderkonstruktion für Steilhänge. Der Eingangsgang führt ca. 45° nach unten. Dort befindet sich ein kurzer Quergang. Nach rechts gelangt man in den zerstörten Kampfraum, links in einen Doppelgruppenraum. Der Bunker ist trotz der Sprengung begehbar. (GPS Koordinaten UTM: 32 U, Ostwert 0317420, Nordwert 5609632)

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bunker 399 kermeter.jpg (88361 Byte)

Bunker 399

Eingangsbereich

Bunker 399

Blick in den 

Doppelgruppenraum

Bunker 399

Gewehrscharte im 

Quergang

Grundriss

Die Bunker am Rursee erreicht man am besten vom Parkplatz am Staudamm Paulushof in Rurberg. Auf dem Weg (Wanderweg A3) zum Bunker 302 kommt man an den Resten der Bunker 355, 305 und 303 vorbei, die oberhalb oder unterhalb des Weges liegen.

Um die zugänglichen Bunker zu besuchen parkt man am besten auf dem Wanderparkplatz Paulushof auf dem Kermeter. Von dort aus führt die alte Kreisstraße 7 (bzw. Wanderweg A3) Richtung Urftstaumauer. Der Bunker 361 liegt unterhalb der Straße. Wer  dort parkt kann auch die Reste der Bunker 376, 360a und 360b besichtigen, die etwa 1 km westlich des Parkplatzes im Wald liegen.

Der Bunker 399 liegt direkt am Wanderweg zwischen Rurberg und der Urftstaumauer etwa 600 m vor der Staumauer direkt neben dem Weg. Auf dem Weg dorthin passiert man auch Bunker 317, der heute im Wasser des Obersees steht.

Mein Tipp des gesamten Wanderweg A3 ablaufen, das sind ca. 15 km in herrlicher Landschaft mit tollen Aussichten und der Möglichkeit elf Bunkerreste zu entdecken. Außerdem bietet sich auch noch der Besuch des Ehrenfriedhofs am Kloster Mariawald an.

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Quelle und Copyright der Bunkergrundrisse (außer Bunker 361 und 399): Der Westwall zwischen Niederrhein und Schnee-Eifel, Manfred Groß, Rheinland-Verlag,  Rheinisches Landesmuseum Bonn 1982