Eifelyeti

Im Gressenicher Wald liegen etwa 2,5 km hinter der zweiten Westwalllinie mehrere Bunker. Am 16. September 1944 wurde das Gebiet durch das 47. Infantry der 9. US Infanteriedivision eingenommen. Die US Army drang bis Schevenhütte vor, dass zwei Monate lang der östlichste Punkt der Westfront war. Gressenich selbst blieb unbesetzt, war lange Zeit hart umkämpft und wurde erst am 17. November 1944 von der 3. US Panzerdivision (Spearhead) und der 1. US Infanteriedivision (Big Red One) gegen das Grenadier-Regiment 48 der 12. Infanteriedivision genommen.

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Lageplan

Der Bunker 755Ib liegt direkt südlich der als Hubertushütte bekannten Schutzhütte am Wanderweg A2 (GPS Koordinaten WGS84 UTM: 32 U, Ostwert 0309707, Nordwert 5625436). Der Bunker ist vollständig gesprengt. Vermutlich handelt es sich um einen Doppelgruppenunterstand mit angehängtem Kampfraum des Regelbautyps 11. Etwas westlich davon sind noch die Reste des Bunkers 755Ia zu finden, der offensichtlich der gleiche Bautyp ist. (GPS Koordinaten WGS84 UTM: 32 U, Ostwert 0309564, Nordwert 5625367) Beide Bunker sind nur noch Trümmerfelder. Bei 755Ia ist der Kampfraum noch erkennbar. Die beiden Bunker sollten gemeinsam als Regimentsgefechtsstand eingesetzt werden.

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Bunker 755Ia

Blick zum Kampfraum

Bunker 755Ia

Bereitschaftraum

Bunker 755Ia

Blick in den Kampfraum

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Bunker 755Ib

Trümmerfeld

Bunker 755Ib

Bunker und Natur

Grundriss

 

Folgt man dem Wanderweg A2 westwärts Richtung Süssendell passiert man kurz vor dem Forsthaus ein eingezäuntes Trümmerfeld. Hier stand der Sanitätsunterstand 218.  Der Bunker entsprach dem Regelbautyp 32 des Limesprogramms. (GPS Koordinaten WGS84 UTM: 32 U, Ostwert 0309133, Nordwert 5625183) 

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Bunker 218

Trümmerfeld

Grundriss

Geht man den Weg zurück zur Hubertushütte und biegt dort nach Norden Richtung Gressenich ab, liegt nach ca. 350 m links des Wegs ein weiterer Bunker. Der Bunker hat keine Nummer und stammt offensichtlich aus einer späteren Bauphase. Die Wand und Deckenstärke entsprechen mit 2,00 m den Kriegsbauten der Jahre 1939/40. Der Bunker wurde angesprengt. Dadurch sind die beiden Räume hinter den Eingangstüren und die Wändes im Hof zerstört wurden. Dahinter befindet sich ein einziger großer Raum von 6,20 x 4,50 m, der auch durch seine Deckenhöhe von 2,50 m auffällt. Der Bunker hat keinerlei Kampf oder Verteidigungseinrichtungen. Es handelt sich vermutlich um einen Munitionsbunker der Artillerie. Drei Artillerie-Batterien standen in der Nähe. (GPS Koordinaten WGS84 UTM: 32 U, Ostwert 0309629, Nordwert 5625663) 

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Bunker ohne Nummer

Eingangsbereich

Bunker ohne Nummer

Blick von innen auf 

den Eingangsbereich

Bunker ohne Nummer

Außenansicht

Grundriss

Am Parkplatz 250 m östlich des Ehrenfriedhofs Mausbach sind noch die Standorte der Bunker 182 und 183 erkennbar. Am Parkplatz selbst liegt noch ein Betonstück, ansonsten sind die Bunker geschleift und übererdet.

Von den sechs Bunkern im Gressenicher Wald ist also nur noch der Bunker ohne Nummer vorhanden und begehbar. Auf Grund der lange andauernden Kämpfe im Bereich Gressenich, Mausbach, Krewinkel und Süssendell findet man in den Wäldern noch recht viele Stellungslöcher.

Am Besten erkundet man das Gebiet vom Parkplatz Buche 19 aus. Dieser liegt direkt an der kleinen Verbindungstraße zwischen Schevenhütte und Vicht. 

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Quelle und Copyright der Bunkergrundrisse (außer dem Bunker ohne Nummer): Der Westwall zwischen Niederrhein und Schnee-Eifel, Manfred Groß, Rheinland-Verlag,  Rheinisches Landesmuseum Bonn 1982