Die Kriegsereignisse in der Nordeifel haben vielen tausend Menschen das Leben gekostet. Auf den Ehrenfriedhöfen fanden die Meisten ihre letzte Ruhe - viele werden wohl niemals gefunden. Sinnlos geopfert in einem verbrecherischen Krieg. 

Der Ehrenfriedhof in Hürtgen

Bislang fanden 3.001 Opfer des Krieges hier ein Grab. Der Friedhof wurde 1950 direkt nördlich des Minenfelds "Wilde Sau" in einem völlig zerstörten und verminten Gelände  angelegt. Während der zweijährigen Bauarbeiten starben noch 100 Menschen im Hürtgenwald durch Minen. Obwohl viele  Kriegsopfer identifiziert werden konnten, blieben über  500 namenlos. Die "Kameradenkreuze" sind einmalig.

 

Der Ehrenfriedhof in Vossenack

Auf dem Ehrenfriedhof in Vossenack ruhen 2.347 Kriegstote. Der Friedhof wurde zwischen 1949 und 1952 auf der strategisch wichtigen Höhe 470 mit Blick nach Vossenack angelegt. Auch 35 Männer des Minenräumkommandos, die nach dem Krieg den Tod fanden sin hier beigesetzt. Direkt neben dem Friedhof ist das Mahnmal der "Windhund-Division" der ehemaligen 116. Panzerdivision.

 

Der Ehrenfriedhof am Kloster Steinfeld

Die Kriegsgräberstätte am Kloster Steinfeld wurde 1951 fertig gestellt. 633 Kriegstote ruhen heute im Schatten der Basilika des Klosters, das zunächst als Lazarett und später als Hauptverbandsplatz diente. Allein 300 Soldaten erlagen im Kloster ihren Verwundungen. Auf dem Friedhof sind auch Gräber russischer Soldaten, die in Wehrmachtseinheiten kämpften, Männer der Organisation Todt, italienischen Legionären und zwei Frauen, die als Helferin und Fernmeldehelferin dienten.

 

Der Ehrenfriedhof am Kloster Mariawald

Der  Ehrenfriedhof am Kloster Mariawald liegt oberhalb der Abtei, die als Hauptverbandsplatz diente. 414 Soldaten, darunter auch russische und polnische Soldaten, die in Wehrmachtseinheiten kämpften ruhen heute auf dem Friedhof. 

 

Kriegsgräberstätte Mausbach

Die Kriegsgräberstätte Mausbach liegt an der schmalen Waldstraße zwischen Mausbach und Süssendell. Der kleine Friedhof mit 95 Grabstätten erinnert an die furchtbaren Kämpfe zwischen Mausbach, Gressenich, Schevenhütte, Diepenlinchen und Werth, wo ab September die Kämpfe im "Stolberg-Korridor" tobten. Auf dem zentralen Gedenkstein sind die Namen der Mausbacher Bürger eingemeißelt, die in den beiden Weltkriegen fielen.

 

Kriegsgräberstätte Gemünd

Die Kriegsgräberstätte Gemünd auf dem  Burghövel oberhalb von Gemünd wurde 1951 geweiht. Hierhin wurden die Gefallenen Soldaten und zivilen Opfer der Kämpfe um Rur und Urft im Winter 1944/45 umgebettet, die zunächst auf mehreren Friedhöfen lagen. Von den 783 Kriegstoten, die hier beerdigt sind, blieben trotz intensiver Bemühungen 123 namenlos.

 

Kriegsgräberstätte Rurberg

Auf dem Ehrenfriedhof in Rurberg sind ausnahmslos sowjetische Kriegsopfer beigesetzt. Teils in Einzelgräbern, aber überwiegend in "Kameradengräbern" wurden hierhin 2.322 russische Kriegstote umgebettet. Der größte Teil waren Kriegsgefangene, die während der Gefangenschaft zu Tode kamen. Allein aus dem Umfeld des Stalag Arnoldsweiler bei Düren fanden 1.552, dort zu Teil nur notdürftig verscharrte Leichen, hier eine letzte Ruhe. Die Umbettungen auf den Friedhof in Rurberg fanden überwiegend bis 1960, die letzten Umbettungen bis 1970 statt.

 

Kriegsgräberstätte Weisweiler

Die Kriegsgräberstätte Weisweiler wurde am 29. Oktober 1944 geweiht, noch während die Weisweiler Frontgebiet war. Bis zum 25. November 1944 bestattet die Wehrmacht hier 250 Gefallene, deren Gräber durch Birkenkreuze markiert wurden. An diesem Tag fiel Weisweiler an die Amerikaner. Heute liegen 290 Tote auf dem Areal der alten Burg, eingefriedet durch eine Bruchsteinmauer. 1957 wurde das Denkmal der Bildhauerin Erika Vonhoff, das drei Kriegerköpfe unterschiedlichen Alters darstellt, aufgestellt. 

 

Ehrenfriedhof Merode "Marienbildchen"

Der Ehrenfriedhof "Marienbildchen" in Langerwehe-Merode wurde am 5. August 1945 durch den Lehrer  Joseph Gerhards, der im Krieg beide Söhne verloren hatte, inmitten des ehemaligen Kampfgebiets angelegt. Der Fürst von Merode-Westerloo hatte dafür ein Waldstück mit einer Eiche zur Verfügung gestellt, an der seit alters her ein Marienbild hing. Heute haben 225 deutsche Soldaten, von denen 170 namentlich bekannt sind hier ihre letzte Ruhe gefunden. Viele sind blutjunge Fallschirmjäger, die in den Kämpen um das Schloss Merode eingesetzt waren.

Fortsetzung folgt....

 

Zur Homepage