Eifelyeti

Am 12. September 1944 gegen 14:30 Uhr überschritten amerikanische Soldaten der 83. US-Panzeraufklärungsabteilung der 3. US Panzerdivision bei Roetgen die deutsche Grenze.  Der 2. Weltkrieg hatte die Nordeifel erreicht. Die Soldaten des 47. US Infantry unter Lt. Col.l William B. Lovelady drangen von Roetgen rasch durch das Vichtbachtal vor und nehmen die Dreilägerbachtalsperre und Rott am 13. September 1944, Zweifall und Vicht am 14. September 1944. Am 16. September erreichen sie Schevenhütte wo der Vormarsch gestoppt wird. Dies bleibt bis Dezember 1944 der östlichste besetzte Ort. In Rott lag lange der Divisionsgefechtsstand der 28. US Inf. Division, der der spätere Literaturnobelpreisträger Ernest Hemingway als Kriegsberichterstatter zugeteilt war. 

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Lageplan

Dierekt gegenüber des Parkplatzes, der am Anfang der ehemaligen Kreisstraße K 24 von der Landstraße L 238 zwischen Roetgen und Rott liegt, befindet sich die Pakgarage 1. Sie liegt direkt neben der Straße am Abhang zum Vichtbach. Sie steht offen und ist zugänglich. Ein Sprengversuch zeigte wenig Wirkung.  (GPS Koordinaten UTM: 32 U, Ostwert 0302228, Nordwert 5616235) 

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Pakgarage 1

Pakgarage 1

Blick Innenraum

 

Grundriss

 

In einer Geländerinne vor der Dreilägerbachtalsperre liegt die MG-Kasematte 41. Es ist eine Sonderkonstruktion des Regelbautyps 105 aus dem Aachen-Saar-Programm. Da der Bunker in der teilweise wasserführenden Rinne liegt, wurde ein aufwendiges Entwässerungsystel eingesetzt. Das Wasser aus der Rinne wird in einem betonierten Schacht der etwas hangaufwärts liegt geleitet. Von dort strömt es durch eine Rohrleitung am Bunker vorbei und unter der Landstraße hindurch in den Vichtbach. Der Bunker ist gesprengt und weitgehend zerstört. (GPS Koordinaten UTM: 32 U, Ostwert 0302530, Nordwert 5615944) 

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MG-Kasematte 41

Blick auf den 

Eingangsbereich

MG-Kasematte 41

Blick in den 10 m 

langen Eingangsgang

MG-Kasematte 41

Blick in den Kampfraum

Grundriss

Zwischen dem Wasserwerk und der Kläranlage Roetgen überquert ein fünfzügiges Betonhöckerhindernis den Grölisbach. Die Panzersperre wurde in einer aufwendigen Brückenkonstruktion über den Bach geführt. (GPS Koordinaten UTM: 32 U, Ostwert 0302444, Nordwert 5615485)

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Höckerlinie

über den Grölisbach

Höckerlinie

über den Grölisbach

Höckerlinie

über den Grölisbach

Grundriss

Die Bunkerstellungen am Vichtbach und Dreilägerbach waren zusätzlich mit Betonverstärkungen für feldmäßige MG Stellungen verstärkt. Ein noch leidlich erhaltenes Exemplar findet sich direkt neben der Straße zwischen Roetgen und Rott. Von diesem MG-Schild hatten die Schützen die Straße in Visier. (GPS Koordinaten UTM: 32 U, Ostwert 0302140, Nordwert 5616512)

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MG-Schild

Blick von der Straße

MG-Schild

Blick Richtung der Straße

Grundriss

Zwischen der Dreilägerbachtalsperre und Rott liegt die beeindruckende Hochmoorlandschaft Struffelt. An der höchsten Stelle wurde eine Bunkergruppe ais zwei Gruppenunterständen und einem Artilleriebeobachter gebaut. Während die Gruppenunterstände vollständig gesprengt und übererdet sind, sind vom Artilleriebeobachter 543 noch Reste erhalten. Leider reicht dies nicht mehr um einen Regelbau eindeutig zuzuordnen. (GPS Koordinaten UTM: 32 U, Ostwert 0303134, Nordwert 5616714)

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Reste des Bunkers

543

Reste des Bunkers

543

Folgt man dem Verlauf des Dreilägerbachs Richtung Lammersdorf so passiert man noch einige übererdete Bunker oder Trümmerfelder. Um eine Tour im Bereich Dreilägerbach zu starten ist der Parkplatz am Abzweig der alten K 24 von der L 238 ideal.

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Quelle und Copyright der Bunkergrundrisse: Der Westwall zwischen Niederrhein und Schnee-Eifel, Manfred Groß, Rheinland-Verlag,  Rheinisches Landesmuseum Bonn 1982